Gute Hautpflege im Sommer beruht auf drei Gewohnheiten: einem Sonnenschutz mit UVA-Schutz und mindestens LSF 30, der jeden Morgen grosszügig aufgetragen und draussen alle zwei Stunden erneuert wird; einer leichteren Reinigung und Feuchtigkeitspflege, die zu Hitze und Luftfeuchtigkeit passen; und einer sanften After-Sun-Pflege am Abend. Schatten, Kleidung und das Meiden der Mittagssonne schützen mehr als jedes Produkt. Nährstoffe unterstützen eine normale Haut, aber kein Nahrungsergänzungsmittel ersetzt Sonnencreme.
Das Wichtigste zur Hautpflege im Sommer
- Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt Sonnenschutz ab einem UV-Index von 3. An einem klaren Sommertag in der Schweiz liegt er meist deutlich höher, und er steigt mit der Höhe sowie durch Reflexion an Wasser weiter an.
- Wählen Sie eine Sonnencreme mit mindestens LSF 30 und UVA-Schutz. Erwachsene brauchen für den ganzen Körper etwa 6 bis 8 Teelöffel; die meisten nehmen viel weniger.
- Erneuern Sie den Schutz mindestens alle zwei Stunden und direkt nach dem Baden, Schwitzen oder Abtrocknen, auch bei «wasserfesten» Produkten.
- Bleiben Sie zwischen 11 und 15 Uhr im Schatten, wenn die UV-Strahlung am stärksten ist.
- Die EFSA nennt als angemessene Gesamtwasserzufuhr 2,0 Liter pro Tag für Frauen und 2,5 Liter für Männer, aus Getränken und Lebensmitteln zusammen; bei Hitze und Sport steigt der Bedarf.
- Vitamin C trägt zu einer normalen Kollagenbildung für eine normale Funktion der Haut bei; Vitamin A, Riboflavin, Niacin, Biotin, Zink und Jod tragen zur Erhaltung normaler Haut bei.
Welche Hautpflege im Sommer für das Gesicht?
Im Sommer braucht das Gesicht eine sanfte Reinigung, leichtere Texturen und jeden Morgen Sonnenschutz als letzten Schritt. Bei Hitze bildet die Haut mehr Schweiss und Talg; eine Creme, die im Januar perfekt war, fühlt sich im Juli schwer an. Die Lösung sind leichtere Produkte, nicht mehr:
- Sanft reinigen: morgens und abends mit lauwarmem Wasser und einem milden Reinigungsprodukt, nach starkem Schwitzen zusätzlich. Heisses Wasser und grobe Peelings trocknen die Haut aus.
- Leichtere Textur wählen: ein Gel oder Fluid statt einer reichhaltigen Creme, ausser Ihre Haut ist sehr trocken.
- Mit Sonnenschutz abschliessen: jeden Morgen, auch bei bewölktem Himmel und in der Stadt.
- Vergessene Stellen eincremen: Ohren, Hals, Handrücken, Scheitel und Lippen (Lippenpflege mit LSF).
Die beste Hautpflege-Routine für den Sommer
Die beste Sommerroutine ist die, die Sie auch an einem heissen Tag durchhalten: vier kurze Schritte am Morgen, drei am Abend. Der Plan passt für die meisten Hauttypen; die Abschnitte darunter zeigen, was Sie anpassen sollten.
| Schritt | Morgens | Abends |
|---|---|---|
| 1. Reinigen | Milde Reinigung, bei trockener Haut nur Wasser | Milde Reinigung; zweimal reinigen nach wasserfestem Sonnenschutz oder Make-up |
| 2. Serum (optional) | Vitamin-C- oder anderes Antioxidans-Serum | Feuchtigkeitsserum, zum Beispiel mit Hyaluronsäure |
| 3. Pflegen | Leichtes Gel oder Fluid | Leichte Creme; reichhaltiger nur an trockenen Stellen |
| 4. Schützen | Breitband-Sonnenschutz, mindestens LSF 30 | Nicht nötig |
Retinoide und Fruchtsäure-Peelings gehören in die Abendroutine; sie machen den täglichen Sonnenschutz noch wichtiger, weil sie die Haut lichtempfindlicher machen können.
Hautpflege im Sommer bei fettiger Haut und Mischhaut
Wählen Sie ein Reinigungsgel, eine ölfreie Feuchtigkeitspflege und einen Sonnenschutz als Fluid oder Gel mit dem Hinweis «nicht komedogen». Mattierende Papiertücher nehmen mittags den Glanz, ohne die Haut auszutrocknen. Wer die Feuchtigkeitspflege weglässt, erreicht oft das Gegenteil: Ausgetrocknete Haut kann fettiger wirken.
Hautpflege im Sommer bei trockener Haut
Klimaanlage, Sonne, Salzwasser und Chlor trocknen die Haut aus. Bleiben Sie bei einer cremigeren Pflege, tragen Sie sie auf die noch leicht feuchte Haut auf, spülen Sie Chlor und Salz nach dem Baden bald ab und verwenden Sie nach jeder Dusche eine parfümfreie Körperlotion.
Hautpflege im Sommer für Männer
Die Routine ist dieselbe: reinigen, leicht pflegen, Sonnenschutz. Die Rasur trägt einen Teil der obersten Hautschicht ab; ein alkohol- und parfümfreier Balsam ist bei Hitze angenehmer. Eine Glatze oder lichtes Haar braucht Sonnenschutz oder einen Hut.
Zuerst Sonnenschutz: Keine Creme und keine Tablette ersetzt ihn
Sonnenschutz ist der wichtigste Schritt der Sommerpflege, und er wirkt nur in ausreichender Menge: Der LSF wird mit einer dicken Schicht gemessen, die meisten tragen nur einen Bruchteil davon auf. Als Richtwert nennt der britische Gesundheitsdienst NHS 6 bis 8 Teelöffel für den ganzen Körper. Für Gesicht und Hals gilt: eine grosszügige Schicht statt eines dünnen Films. Tragen Sie den Schutz vor dem Hinausgehen auf und erneuern Sie ihn alle zwei Stunden sowie nach dem Baden oder Abtrocknen.
Achten Sie neben dem LSF auf den UVA-Schutz: Der LSF misst den Schutz vor UVB, das Sonnenbrand verursacht; UVA dringt tiefer ein und trägt zur sichtbaren Hautalterung bei. In Europa zeigt das Kürzel «UVA» im Kreis, dass ein Produkt die EU-Empfehlung erfüllt.
Sonnencreme ist eine Schutzschicht, keine Erlaubnis, länger in der Sonne zu bleiben. Schatten, ein breitkrempiger Hut, eine Sonnenbrille und Kleidung sind genauso wichtig, besonders bei Kindern; Babys unter sechs Monaten gehören nicht in die direkte Sonne. Manchmal werden Tabletten als «Sonnenschutz von innen» beworben. Kein Vitamin, kein Mineralstoff und kein Pflanzenextrakt ist in der Schweiz oder der EU als Schutz vor Sonnenbrand oder UV-Schäden zugelassen. Verwenden Sie also weiterhin Sonnencreme, egal was Sie einnehmen.
After-Sun: Pflege am Abend
Entfernen Sie nach einem Tag im Freien Sonnenschutz, Schweiss und Salz mit einer milden Reinigung und einer lauwarmen Dusche und tragen Sie danach eine parfümfreie Feuchtigkeitspflege oder After-Sun-Lotion auf die noch leicht feuchte Haut auf.
Wenn Sie doch einen Sonnenbrand haben:
- gehen Sie aus der Sonne und kühlen Sie die Haut mit einer kühlen Dusche oder einem feuchten Tuch, nie mit Eis;
- tragen Sie After-Sun oder eine parfümfreie Feuchtigkeitspflege auf und trinken Sie viel Wasser;
- öffnen Sie keine Blasen, ziehen Sie keine Hautschuppen ab und schützen Sie die Stelle vor der Sonne, bis sich die Haut erholt hat;
- gehen Sie rasch zur Ärztin oder zum Arzt bei Blasen oder Schwellungen, hohem Fieber, Schüttelfrost, Schwindel, Kopfschmerzen oder Muskelkrämpfen, und immer bei Sonnenbrand von Babys und Kleinkindern.
Ist die Haut im Sommer oder im Winter besser?
Das hängt vom Hauttyp ab. Feuchte Luft hilft trockener Haut, Wasser zu halten; deshalb empfinden viele Menschen mit trockener oder empfindlicher Haut den Sommer als angenehmer. Hitze und Schweiss erhöhen dagegen die Talgproduktion, sodass fettige und zu Unreinheiten neigende Haut stärker glänzen und eher Pickel bilden kann. Die UV-Strahlung ist für alle die Kehrseite: Sie ist die wichtigste äussere Ursache sichtbarer Hautalterung und der wichtigste Risikofaktor für Hautkrebs.
Hautpflege nach dem Sommer
Im September bemerken viele trockene Stellen, ungleichmässige Pigmentierung oder neue Flecken. Kehren Sie zu einer etwas reichhaltigeren Pflege zurück, wenn die Luft trockener wird, behalten Sie einen täglichen LSF bei (UV-Strahlung gibt es auch im Herbst) und führen Sie stärkere Produkte wie Fruchtsäuren oder Retinoide langsam wieder ein. Lassen Sie neue, sich verändernde, blutende oder auffällig andere Muttermale dermatologisch kontrollieren.
Ernährung für die Haut im Sommer: was sie leisten kann und was nicht
Die Haut wird aus dem aufgebaut und erhalten, was Sie essen, und im Sommer ist eine gute Ernährung besonders einfach. Beeren, Tomaten, Peperoni, Aprikosen und Blattgemüse haben Saison und liefern Vitamin C und Beta-Carotin; Nüsse, Samen und Vollkorn liefern Vitamin E, Zink und B-Vitamine. Studien haben untersucht, ob eine carotinoidreiche Ernährung die Sonnenempfindlichkeit der Haut verändert; die beobachteten Effekte sind klein, brauchen Wochen und ersetzen keinen Sonnenschutz.
Diese Nährstoffe haben zugelassene Funktionen für die Haut:
- Vitamin C trägt zu einer normalen Kollagenbildung für eine normale Funktion der Haut bei. Acerola gehört zu den reichsten natürlichen Vitamin-C-Quellen.
- Vitamin A, Riboflavin, Niacin, Biotin, Zink und Jod tragen zur Erhaltung normaler Haut bei.
- Vitamin E, Vitamin C, Riboflavin, Zink und Selen tragen dazu bei, die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen; unser Artikel Vitamin E: was die Forschung zeigt erklärt, was das bedeutet und was nicht.
Den vollständigen Überblick gibt unser Ratgeber Vitamine für die Haut mit allen Nährstoffen, den besten Lebensmitteln und den Obergrenzen.
Wo Sanbera in Ihre Sommerroutine passt
Die Sanbera-Formeln ergänzen eine ausgewogene Ernährung; sie ersetzen weder Sonnenschutz noch eine gute Pflegeroutine. Die Tabelle zeigt die hautrelevanten Nährstoffe pro Tagesdosis von 3 Tabletten mit dem Anteil am Nährstoffbezugswert (NRV).
| Nährstoff | Daily Essential Women | Daily Essential Men |
|---|---|---|
| Vitamin C | 43,1 mg (54 %) | 51,8 mg (65 %) |
| Vitamin A | 200 µg (25 %) | 200 µg (25 %) |
| Vitamin E | 6 mg (50 %) | 9 mg (75 %) |
| Riboflavin | 1,05 mg (75 %) | 1,05 mg (75 %) |
| Niacin | 12 mg (75 %) | 8 mg (50 %) |
| Biotin | 25 µg (50 %) | 25 µg (50 %) |
| Zink | 2,5 mg (25 %) | 4 mg (40 %) |
| Jod | 37,5 µg (25 %) | 37,5 µg (25 %) |
In Daily Essential Women und Daily Essential Men tragen Vitamin A, Riboflavin, Niacin, Biotin, Zink und Jod zur Erhaltung normaler Haut bei und Vitamin C zu einer normalen Kollagenbildung für eine normale Funktion der Haut. Die Nightly-Reload-Formeln liefern Vitamin C, Riboflavin, Niacin und Biotin, aber kein Vitamin A, kein Vitamin E und keine Mineralstoffe. Wer über die Hautpflege hinaus neu starten möchte, findet in Routinen, zu denen man gern zurückkehrt Ideen zu Schlaf, Bewegung und Mahlzeiten; die Schritte fürs ganze Jahr erklärt unser Ratgeber zur Hautpflege-Routine und der richtigen Reihenfolge.
Häufige Fragen
Welche Hautpflege ist im Sommer die richtige?
Im Sommer passt eine leichtere Pflege: morgens und abends mild reinigen, ein Gel oder Fluid statt einer reichhaltigen Creme und jeden Morgen ein Breitband-Sonnenschutz mit mindestens LSF 30, der draussen alle zwei Stunden erneuert wird. Abends Sonnenschutz und Schweiss entfernen. Schatten, Hut und Sonnenbrille ergänzen den Schutz, den kein Produkt allein bietet.
Wie pflege ich fettige Haut im Sommer?
Verwenden Sie zweimal täglich ein Reinigungsgel, eine leichte, ölfreie Feuchtigkeitspflege und einen nicht komedogenen Sonnenschutz als Fluid oder Gel. Lassen Sie die Pflege nicht weg, denn ausgetrocknete Haut kann fettiger wirken. Mattierende Tücher helfen tagsüber gegen Glanz. Fruchtsäuren gehören in die Abendroutine; bei schmerzhaften oder anhaltenden Unreinheiten zur Dermatologin oder zum Dermatologen.
Wie viel Sonnencreme braucht man, und wie oft?
Erwachsene brauchen etwa 6 bis 8 Teelöffel Sonnencreme für den ganzen Körper und eine grosszügige Schicht für Gesicht, Hals und Ohren. Tragen Sie sie vor dem Hinausgehen auf und erneuern Sie sie mindestens alle zwei Stunden sowie direkt nach Baden, Schwitzen oder Abtrocknen. Wer zu wenig nimmt, erreicht einen viel tieferen Schutz als den angegebenen LSF.
Können Vitamine die Haut vor der Sonne schützen?
Nein. Kein Vitamin, kein Mineralstoff und kein Pflanzenextrakt ist in der Schweiz oder der EU als Schutz vor Sonnenbrand oder UV-Schäden zugelassen. Vitamin A, Riboflavin, Niacin, Biotin und Zink tragen zur Erhaltung normaler Haut bei, Vitamin C zu einer normalen Kollagenbildung für eine normale Funktion der Haut; Sonnencreme, Schatten und Kleidung bleiben trotzdem unverzichtbar.
Wie pflege ich die Haut nach dem Sommer?
Nach dem Sommer braucht die Haut meist wieder etwas mehr Feuchtigkeit: Wechseln Sie zu einer reichhaltigeren Pflege, wenn die Luft trockener wird, und behalten Sie den täglichen LSF bei. Führen Sie Fruchtsäuren oder Retinoide langsam wieder ein. Lassen Sie neue oder veränderte Muttermale von einer Dermatologin oder einem Dermatologen kontrollieren.
Quellen
- Weltgesundheitsorganisation (WHO): Radiation: the ultraviolet (UV) index
- NHS: Sunscreen and sun safety
- NHS: Sunburn
- EFSA-Gremium für diätetische Produkte, Ernährung und Allergien: Scientific Opinion on Dietary reference values for water. EFSA Journal, 2010.
- Europäische Kommission: EU-Register der nährwert- und gesundheitsbezogenen Angaben
- Pullar JM, Carr AC, Vissers MCM. The roles of vitamin C in skin health. Nutrients, 2017.
This article is for general information and does not replace advice from a doctor or pharmacist. Food supplements are not a substitute for a varied, balanced diet and a healthy lifestyle.